Sozialaktion 2014/15

Sozialaktion 2014/15
Berufskolleg Technik sammelt Spenden für das Kinder- und Jugendhospiz Balthasar in Olpe

Sozialaktion 2014/15
Seit mittlerweile 43 Jahren widmet sich das Berufskolleg Technik jährlich in einer Sozialaktion Menschen, die sich aufgrund von Armut oder Krankheit in Notsituationen befinden und der Hilfe anderer bedürfen.

In diesem Jahr soll das Kinder- und Jugendhospiz Balthasar in Olpe unterstützt werden. „Ein Ort zum Leben und Lachen, Sterben und Trauern“ – so stellte sich das Hospiz in einem kurzen Film den Schülerinnen und Schülern des Berufskollegs Technik in der Informationswoche zur Sozialaktion in der Aula vor. Frau Lisa-Marie Scherer und Frau Nicole Binnewitt, Referentinnen für Öffentlichkeitsarbeit im Kinder- und Jugendhospiz, erklärten zuvor den Schülerinnen und Schülern, was ein Kinder- und Jugendhospiz von einem Hospiz für Erwachsene unterscheidet:
Betreut werden nicht nur die erkrankten Kinder und Jugendlichen, sondern die ganze Familie, also Eltern und besonders auch die Geschwister, und zwar bereits vom ersten Tag der Diagnose an. Die erschütternde Diagnose „Ihr Kind ist unheilbar krank, wir können nichts mehr für Ihr Kind tun!“ lässt für eine Familie alles zusammenbrechen. Alles, was bisher zur Normalität gehörte, tritt plötzlich in den Hintergrund.
Das Kinder- und Jugendhospiz Balthasar hat sich daher zur Aufgabe gemacht, unheilbar kranken Kindern und Jugendlichen, vom Säuglingsalter bis zum 25. Lebensjahr, gemeinsam mit ihren Familien ein zweites Zuhause zu geben, welches Normalität herstellt und gleichzeitig Trauerarbeit leistet. Das Ziel ist, die Lebensqualität aller Betroffenen aufrecht zu erhalten bzw. zu verbessern. „Balthasar“ versteht sich dabei als „ein Haus voll Leben, ein Ort zum Sterben“. Gleichzeitig bietet es Platz für 12 erkrankte Kinder und Jugendliche, im Jahr werden so über 300 Familien betreut und begleitet.

Damit auch in Zukunft unheilbar kranke Kinder und Jugendliche mit ihren Familien begleitet werden können, ist das Hospiz dringend auf Unterstützung angewiesen, denn in den staatlichen Finanzierungsmodellen sind Kinder- und Jugendhospize nicht vorgesehen. Nur 30% der Kosten werden von Kranken- und Pflegekassen erstattet. „Die restlichen 70%, ca. 1,2 Mio. Euro jährlich, müssen durch Spenden finanziert werden“, so Nicole Binnewitt und Lisa-Marie Scherer in ihrem Vortrag. Besonders wichtig in diesem Zusammenhang war es den beiden Pressereferentinnen auch, darauf hinzuweisen, dass „Balthasar“ entgegen einiger Presse- und Rundfunkmeldungen kein Geld aus dem Prozess gegen Formel-1-Chef Bernard Ecclestone erhalten hat: „Für die Begleitung der erkrankten Kinder und ihrer Familien im Kinder- und Jugendhospiz Balthasar sind wir nach wie vor auf Hilfe angewiesen!“

Das Berufskolleg Technik möchte mit seiner Sozialaktion 2014/15 diese wichtige Einrichtung unterstützen und wird in den kommenden Wochen in allen Schulklassen und im Lehrerkollegium Spenden sammeln. Schulleiter Manfred Kämpfer betonte in seiner Rede zu Beginn der Informationswoche die Wichtigkeit der Aktion und ermunterte alle zur Teilnahme: „Die Sozialaktion ist Ihr Projekt, liebe Schülerinnen und Schüler. Die Sozialaktion ist Ausdruck Ihres Engagements für diese Welt. Ihre Menschlichkeit zeigt, dass Ihnen das Schicksal des anderen, des Nächsten, nicht gleichgültig ist. Ich bin sicher, dass auch die Kinder und Jugendlichen, die im Hospiz Balthasar leben, das erfahren werden.“