Praktikum Technisches Gymnasium

Schülerinnen und Schüler des Technischen Gymnasiums sammeln Praxiserfahrung in regionalen Unternehmen

Am Technischen Gymnasium des Berufskollegs Technik können Schülerinnen und Schüler nicht nur die allgemeine Hochschulreife (Abitur) mit den Schwerpunkten Maschinenbau-, Elektro- und Bautechnik erwerben, sondern darüber hinaus auch jede Menge Praxisorientierung erfahren. Dafür sorgen zum einen die gut ausgestatteten Labor- und Technikräume der Schule und zum anderen die in der Jahrgangsstufe 12 regelmäßig durchgeführten Praktika in heimischen Firmen.

 

Hier gewinnen die Schülerinnen und Schüler fünf Tage lang in speziell auf sie abgestimmten Programmen Einblicke in die betrieblichen Abläufe und lernen auf diese Weise den Arbeitsalltag des jeweiligen technischen Berufsfeldes kennen. Dabei spielt das bereits in der Jahrgangsstufe 11 erworbene technische Basiswissen eine entscheidende Rolle, denn auf dessen Grundlage werden in den Betrieben technische Produkte geplant, gefertigt, montiert und geprüft. Unterstützt werden die angehenden Abiturientinnen und Abiturienten während des Praktikums von den Auszubildenden der Betriebe und von den für die Ausbildung zuständigen Fachkräfte.

Die im Praktikum zu erledigenden Aufgaben sind vielseitig:

Schülerinnen und Schüler mit dem Schwerpunkt Maschinenbau beschäftigen sich z. B. mit der Vorrichtung, Montage und Entwicklung einer Steuerung zum Heben von Blechen, mit der Montage und Demontage von verschiedenen Getriebearten oder Kugellagern. Sie analysieren und bauen elektropneumatische Steuerungen oder sie erstellen eine Vorrichtung für Sortieranlagen und Magazine sowie der dazu benötigten Dreh- und Frästeile. Dies sind beispielsweise Aufgaben, die Industriemechaniker in der Zwischenprüfung beherrschen müssen.

Als Partner für das Praktikum des Leistungskurses Bautechnik konnten Betriebe aus der Stahlbetonfertigteilproduktion und dem Fertighausbau gewonnen werden. Die Schülerinnen und Schüler befassen sich dort mit der Planung und Herstellung von Stahlbetonstützen, -wänden und Elementdecken sowie mit Wand- und Deckenkonstruktionen in Holzrahmenbauweise.

Im Fachbereich Elektrotechnik ging es um das Kennenlernen der Be- und Verarbeitung verschiedener Werkstoffe mit einfachen Werkzeugen. Beispielsweise wurden einfache elektronische Schaltungen berechnet und dimensioniert, eine Steuerplatine für die Ansteuerung eines Mikrocontrollers bestückt und gefertigt, Mess- und Prüfverfahren zur Fehlersuche angewendet und die Qualitätssicherung von Produkten innerhalb betrieblicher Produktionsabläufe durchgeführt.

Dass das Praktikum für die Schülerinnen und Schüler eine wertvolle Lebenserfahrung ist, zeigen die vielen positiven Rückmeldungen, wie z. B.: „Man lernt den betrieblichen Alltag kennen und die im Unterricht kennengelernten Verfahren anwenden.“ Neben dem „sehr guten Praxisbezug“, der einen „bleibenden Eindruck“ hinterlassen habe, werden auch immer wieder die Ausbilder und das „gut strukturierte Programm“ gelobt. Darüber hinaus stelle das Praktikum nach Aussage einiger Schülerinnen und Schüler sogar „einen Anstoß dar, über ein Dual-Studium bzw. eine Ausbildung bei einem Betrieb nachzudenken“.

Auch die am Praktikum beteiligten Firmen schätzen und unterstützen die Initiative des Berufskollegs und haben bereits für das nächste Jahr ihre Zusammenarbeit zugesagt.

Insgesamt zeigen somit die vielen positiven Rückmeldungen aller Beteiligten, dass die Absolventinnen und Absolventen des Technischen Gymnasiums aufgrund ihrer sehr guten praxis-, berufs- und studienorientierten Ausbildung nicht nur in Zeiten des Fachkräftemangels auf dem richtigen Wege sind, um zu gefragten Fachkräften zu werden.

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