Angehende Technische Produktdesigner

Angehende Technische Produktdesigner kooperieren mit SSI-Schäfer und Siegenia

Die Auszubildenden des 1. Lehrjahres für den Beruf Technische/r Produktdesigner/in der Klassen P_14 und P_24 konnten jetzt im Rahmen einer Kooperation zwischen Berufsschule und Ausbildungsfirma fünf Wochen lang einen realistischen betrieblichen Auftrag bearbeiten, der u. a. als Übung für die Abschlussprüfung dient.

 

 

Bei dem Projekt arbeiteten die Berufsschule vom Berufskolleg Technik in Siegen mit den Firmen SSI-Schäfer aus Neunkirchen und Siegenia aus Niederdielfen als duale Ausbildungspartner zusammen. Nach ausführlichen Betriebsbesichtigungen bei SSI-Schäfer und Siegenia erteilte jede der beiden Firmen jeweils einer Klasse einen betrieblichen Auftrag mit einer Problemstellung, die es dann von den Auszubildenden zu lösen und zu bearbeiten galt.

 

Die Firma SSI-Schäfer in Neunkirchen stellt Abfallbehälter, Büroausstattung und Lagerlogistiksysteme her. Für bestimmte vielseitig einsetzbare Kunststoffbehälter wurde nach einer Verbindungsmöglichkeit, also einer Stapelhilfe, gesucht, um einen kostengünstigen und effizienten Versand zu gewährleisten. Mit dieser Aufgabe sollte sich die Klasse P_14 während der Schulzeit selbstständig in sechs konkurrierenden Kleingruppen beschäftigen. Innerhalb der Berufsschule wurden die Auszubildenden von Fachlehrerin Alexandra Eichner betreut, die – falls erforderlich – mit Rat und Tat zur Seite stand. Außerdem bestand die Möglichkeit, das CAD-Labor der Schule zu nutzen und somit das Projekt direkt im Unterricht zu bearbeiten. Falls weitere Fragen zum Auftrag auftauchten, standen zusätzlich die Projektverantwortlichen der Firma SSI-Schäfer Herr Hirz, Herr Trapp, Herr Adam sowie die Auszubildenden Frau Heimann und Herr Wildraut zur Verfügung. Eine schnelle Kontaktaufnahme garantierte stets die zügige Weiterbearbeitung des Projekts.

Besonders spannend an dieser Aufgabe war für die Auszubildenden, dass es eine solche Verbindungsmöglichkeit wie die zu entwickelnde Stapelhilfe derzeit noch nicht auf dem Markt gibt und man somit wirklich alle Ideen einfließen lassen konnte.

 

Das zweite Projekt fand in Kooperation mit der Firma Siegenia in Niederdielfen statt. Die Firma stellt Fensterbeschläge und Lüftungssysteme her und wendete sich mit der folgenden Aufgabe an die Klasse P_24: Der Ausbildungsleiter Herr Daub benötigt für seine Auszubildenden im gewerblich technischen Bereich eine Möglichkeit, um kleinere Kästen aus Metallblech biegen und herstellen zu können. Konstruiert werden sollte also eine tragbare Schwenk-Biege-Maschine. Auch dieses Projekt sollte innerhalb von fünf Wochen während der Schulzeit bearbeitet werden. Als Ansprechpartner in der Berufsschule stand Fachlehrer Roland Scholz zur Verfügung, die Projektverantwortlichen bei Siegenia waren der Ausbildungsleiter Herr Daub, der Ausbilder der Produktdesigner/innen Herr Wagner sowie die Auszubildenden Frau Mittelbach und Herr Gräbener.

Da es sich hier um ein sehr anspruchsvolles und reales Projekt handelte, wurde die Schulklasse in vier Arbeitsgruppen eingeteilt, die jeweils für die Konstruktion eines wichtigen Teils der Maschine zuständig war.

 

Am Ende der fünf Wochen stand dann die Präsentation der Ergebnisse vor den Projektverantwortlichen, den Lehrerinnen und Lehrern sowie den Auszubildenden in der Aula des Berufskollegs.

Die hier präsentierten Ergebnisse stießen bei beiden Firmen auf eine sehr positive Resonanz.

Die verschiedenen Stapelhilfen für SSI-Schäfer sollen nun von den Auszubildenden der Firma in einem weiteren Schritt zusammengefasst werden, um daraus eine mögliche Ideallösung zu entwickeln.

Die Konstruktions- und Fertigungszeichnungen der Schwenk-Biege-Maschine für die Firma Siegenia wird Ausbildungsleiter Herr Daub seinen auszubildenden Werkzeug- und Industriemechanikern geben, damit sie die Einzelteile anfertigen, die Biegemaschine montieren und anschließend auf Eignung testen können. Die Klasse P_24 soll dann das fertige Produkt in Augenschein nehmen.

 

Wie wertvoll dieses Projekt für die Auszubildenden war, zeigen die vielen positiven Reaktionen aller Beteiligten. Eine wichtige Erfahrung war insbesondere, dass nicht nur die Konstruktion eines Produktes im Vordergrund stand, sondern auch Teamfähigkeit, Kooperation und kundenorientierte Arbeit. Und nicht zuletzt sorgte die Präsentation der Ergebnisse vor einem großen Publikum für angespannte Aufregung bei den angehenden Produktdesignerinnen und –designern, die sich schon auf die Fortsetzung des Projekts im 2. Ausbildungsjahr freuen.

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