Universitäres Leben und Arbeiten hautnah

Universitäres Leben und Arbeiten hautnah:

Schüler des Technischen Gymnasiums machen Praktikum an der Uni Siegen  

Vier Tage Studentenleben an der Uni Siegen – das durften jetzt die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 12 des Technischen Gymnasiums vom Berufskol-leg Technik Siegen in einem Fachpraktikum erleben.
Aufgeteilt nach den drei beruflichen Fachrichtungen Elektrotechnik, Maschinen-bautechnik und Bauingenieurwesen nahmen die Schülerinnen und Schüler an Vorlesungen und Laborübungen teil und bekamen von Professoren und Mitarbei-tern der Uni allgemeine und spezielle Informationen rund ums Ingenieurstudium an der Uni Siegen.

Wie abwechslungsreich und anspruchsvoll ein Studium sein kann, wurde dabei schnell klar:

Die Schülerinnen und Schüler mit dem beruflichen Schwerpunkt Maschinenbau-technik lernten im PRO-E CAD-Kurs, wie man am Computer Bauteile in 3D zeich-net und diese dann in der Werkstatt anfertigt. Im Bereich Werkstofftechnik führten die Schüler im Labor den Zug- und den Kerbschlagbiegeversuch durch. Hier wur-den Grenzspannungen ermittelt und das Verhalten von Stählen erkundet. Bei Ver-suchen im Windkanal konnten die Schülerinnen und Schüler hautnah die Eigen-schaften eines Tragflügels bestimmen und eine Robotervorführung gab Einblicke in die Fertigungsautomatisierung. Nicht zuletzt begeisterte ein Besuch beim S3-Racing-Team, wo ein Rennwagen bewundert werden konnte.

Auch das Department Bauingenieurwesen der Uni Siegen vermittelte überzeugend universitäres Arbeiten und Leben. Die Schülerinnen und Schüler des Technischen Gymnasiums nahmen an diversen Vorlesungen und Seminaren zu den Themen Baustoffkunde, Bauinformatik, Bau- und Werkstoffchemie, praktische Geodäsie und Hydromechanik teil. Besonders interessant war die Arbeit im Wasser- und Stra-ßenbaulabor sowie im Labor für Geotechnik, wo die vorher gelernte Theorie in die Praxis umgesetzt werden konnte.

Im Department Elektrotechnik und Informatik nahmen die Praktikanten an Vorle-sungen teil mit spannenden Titeln, wie „Verblüffende Effekte der Elektrotechnik“ oder „Amor und Psyche – Autonome Roboter am Boden und in der Luft“. Neben der Vermittlung von Theorie nahm auch in diesem Bereich die Laborarbeit einen gro-ßen Stellenwert im Praktikum ein. So wurde z. B. der Prototyp eines Medizin-Roboters, der zur Unterstützung in OPs genutzt werden kann, vorgeführt. Um die Programmierung eines Roboters, der eine vorgegebene Strecke entlang einer Linie fahren soll, ging es in einer Laborübung zum Thema „Microcontroller“. Darüber hin-aus gab es Laborübungen zu den Themen „Bauelemente und Schaltungstechnik“ sowie „Automatisierungs- und Antriebstechnik“.

Das einhellige Resümee der Schülerinnen und Schüler nach den vier Tagen: „Wir haben ein ganz anderes Leben kennen gelernt und einen guten Eindruck von der Universität und dem Studium dort erhalten! Schön war es auch zu sehen, dass wir dank der technischen Leistungskurse, die wir in der Schule belegen, schon ziem-lich gut an der Uni mithalten konnten.“