Technische Produktdesigner entwickeln Lösungen für heimische Firmen

Technische Produktdesigner entwickeln Lösungen für heimische Firmen

Die Auszubildenden des 1. Lehrjahres für den Beruf Technische/r Produktdesigner/in der Klassen P_15 und P_25 konnten jetzt im Rahmen einer Kooperation zwischen Berufsschule und Ausbildungsfirma fünf Wochen lang einen realistischen betrieblichen Auftrag bearbeiten, der u. a. als Übung für die Abschlussprüfung dient.

 

Technische Produktdesigner entwickeln Lösungen für heimische Firmen

Die Auszubildenden des 1. Lehrjahres für den Beruf Technische/r Produktdesigner/in der Klassen P_15 und P_25 konnten jetzt im Rahmen einer Kooperation zwischen Berufsschule und Ausbildungsfirma fünf Wochen lang einen realistischen betrieblichen Auftrag bearbeiten, der u. a. als Übung für die Abschlussprüfung dient.

Bei dem Projekt arbeiteten die Berufsschule vom Berufskolleg Technik in Siegen mit den Firmen Westfalia Metallschlauchtechnik GmbH & Co. KG in Hilchenbach und Dometic GmbH in Kaan-Marienborn als duale Ausbildungspartner zusammen. Nach ausführlichen Betriebsbesichtigungen erteilte jede der beiden Firmen jeweils einer Klasse einen betrieblichen Auftrag mit einer Problemstellung, die es dann von den Auszubildenden zu lösen und zu bearbeiten galt.

Zur Produktpalette der Firma Westfalia Metallschlauchtechnik mit Hauptsitz in Hilchenbach gehören Metallschläuche, Inliner und gasdichte Entkopplungselemente. Für den bislang sehr zeit- und kraftaufwändigen Prozess des Einbaus von Drahtpressringen suchte die Firma nach einem Konzept für eine Einbauhilfe, die die Mitarbeiter beim Montagevorgang entlasten soll. Die Einbauhilfe sollte sich durch eine einfache Handhabung und Bedienerfreundlichkeit auszeichnen sowie ergonomisches Arbeiten durch Automation bzw. Teilautomation ermöglichen.

Mit dieser Aufgabe sollte sich die Klasse P_15 während der Schulzeit selbstständig beschäftigen. Seitens der Berufsschule wurden die Auszubildenden von Fachlehrerin Alexandra Eichner betreut, die – falls erforderlich – mit Rat und Tat zur Seite stand. Außerdem bestand die Möglichkeit, das CAD-Labor der Schule zu nutzen und somit das Projekt direkt im Unterricht zu bearbeiten. Falls weitere Fragen zum Auftrag auftauchten, stand zusätzlich der Projektverantwortliche der Firma Westfalia Andreas Ginsberg zur Verfügung.

Das Projekt der Klasse P_25 fand in Kooperation mit der Firma Dometic GmbH in Siegen statt. Zur Produktpalette der Firma gehören u. a. Kühlschränke, Kühlboxen und Minibars. Bei der Fertigung von Kühlschränken kommt es im Bereich der Türscharniere zu einem Austritt von Dichtschaum. Dies erfordert erhebliche Nacharbeiten bzw. kann sogar zum Ausschuss des gefertigten Bauteils führen. Gesucht wurden somit konstruktive Lösungsansätze für die Abdichtung der Kappe für die Scharniere im Gehäusemantel. Hierbei sollte die Prozesssicherheit bei der Montage und beim Schäumen sichergestellt werden sowie eine Reduzierung von Montagezeiten erfolgen. Des Weiteren sollten Ausschuss und Nacharbeit reduziert und Kosten minimiert werden.

Auch dieses Projekt wurde seitens der Schule von Fachlehrerin Alexandra Eichner betreut und seitens des Betriebes von Michael Rath.

Am Ende der fünf Wochen fand dann die Präsentation der Ergebnisse vor den Projektverantwortlichen, den Lehrerinnen und Lehrern sowie den Auszubildenden in der Aula des Berufskollegs statt. Die von den angehenden Produktdesignern präsentierten Ergebnisse stießen bei beiden Firmen auf eine sehr positive Resonanz:

Die Einbauhilfe der Drahtpressringe für die Firma Westfalia wird unter Berücksichtigung der entwickelten Ideen gefertigt werden. Sobald diese im Einsatz ist, wird die Klasse P_15 zur Begutachtung der Konstruktion eingeladen. Auch die Firma Dometic wird sich nach genauer Sichtung und Prüfung aller Entwürfe erneut mit der Klasse P_25 in Kontakt setzen, damit die Konstruktion umgesetzt werden kann.

Wie wertvoll dieses Projekt für die Auszubildenden war, zeigen die vielen positiven Reaktionen aller Beteiligten. Eine wichtige Erfahrung war insbesondere, dass nicht nur die Konstruktion eines Produktes im Vordergrund stand, sondern auch Teamfähigkeit, Kooperation und kundenorientierte Arbeit. Und nicht zuletzt sorgte die Präsentation der Ergebnisse vor einem großen Publikum für angespannte Aufregung bei den angehenden Produktdesignerinnen und –designern, die sich schon auf die Fortsetzung ähnlicher Projekte im 2. Ausbildungsjahr freuen.

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