Pilotprojekt „Crashkurs Ausbildungsstrukturen“ erfolgreich gestartet

Gemeinsam mit ihren Lehrerinnen und Lehrern durften die Schülerinnen und Schüler der Internationalen Förderklassen am vergangenen Mittwoch Herrn Ayman Olabi begrüßen, der, unterstützt von Frau Stephanie Beinering und Frau Christine Wilhelms vom Kommunalen Integrationszentrum, den Schülern wichtige Informationen zum deutschen Ausbildungssystem vermittelte.

Herr Olabi, ein 29-jähriger Rechtsanwalt aus Syrien und seit zwei Jahren in Deutschland, kennt die frappierenden Unterschiede zwischen den deutschen und den Schul- und Ausbildungssystemen in den Herkunftsländern der Geflüchteten sehr gut. So ist etwa das Prinzip der dualen Ausbildung beispielsweise in Afghanistan oder Syrien nicht bekannt. Dort arbeitet man einfach so lange in einem Beruf, bis man ihn „kann“. Hierher rühren viele falsche Vorstellungen und Missverständnisse bei den Jugendlichen, die in der Gruppe umfassend aufgearbeitet wurden. Auch Themen wie Ausbildungsvertragsrecht und Rechte und Pflichten in der Ausbildung wurden ausführlich behandelt und von Herrn Olabi dort, wo es nötig war, auch auf arabisch oder türkisch erläutert.

Dass das Erlernen der deutschen Sprache oberste Priorität hat, stellte Herr Olabi, der selbst Deutsch auf dem Niveau C 1 spricht, besonders heraus: „Ohne die Sprache gut zu beherrschen, kann man in keiner Ausbildung erfolgreich sein.“

Im nächsten Teil des Projekts wird es um die Frage „Wie erhöhe ich meine Chancen auf dem Arbeitsmarkt?“ gehen, worauf sich dann ein finales Modul mit dem Schwerpunkt „Selbst- und Fremdeinschätzung“ anschließt.

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